Freitag, 16. Dezember 2016 um 9:41 Uhr

TV-Sendungen einfach und clever speichern

Nach wie vor ist das TV-Programm der mit Abstand größte Alleinunterhalter in den Wohnzimmern dieser Welt, aber ein Entertainer mit festen Programmzeiten, der sich nur bedingt nach den Wünschen seiner Zuseher richtet. So etwa bei Spielfilmen oder TV-Sendungen, die gerne angesehen würden, aber oft zur unpassenden Zeit ausgestrahlt werden. Natürlich besteht die Möglichkeit, nachträglich im Online-Dienst des jeweiligen Senders danach zu suchen und zu hoffen, dass der Film dort zum Abruf bereitsteht. Auch ein Festplattenreceiver beziehungsweise Videorekorder ist eine Möglichkeit, aber auch der muss erworben, mit dem Fernsehgerät verbunden und eingestellt werden. Er benötigt Strom, meist auch im Stand-by-Betrieb und nimmt Platz weg.

Es geht wesentlich einfacher, die Lieblingssendung nachträglich anzusehen: mittels USB-Recording.

 

Was ist USB Recording?

Moderne TV-Geräte verfügen in der Regel über eine USB-Schnittstelle, an der Festplatten oder USB-Sticks angeschlossen werden können. Über das interne Programm des Fernsehers wird das jeweilige USB-Speichermedium formatiert und steht danach zur Aufnahme von Sendungen bereit. Üblicherweise kann der Nutzer nun über EPG, den Electronic Program Guide des Fernsehers, die gewünschte Sendung zur Aufnahme auswählen. Dazu lassen sich die Anfangs- und Endzeiten der Aufnahme separat anpassen, sodass unvorhergesehene Zeitverschiebungen der TV-Sender einkalkuliert werden können.

 

Was braucht ein TV-Gerät für das USB-Recording?

Zunächst einmal eine USB-2.0-Schnittstelle. Wenn es bereits eine USB-3.0-Schnittstelle ist, so ändert das nichts an der Kompatibilität mit der Festplatte oder dem USB-Stick, auch wenn diese auf 2.0 ausgelegt sind. Für die Aufnahme selbst ist es übrigens nicht von Bedeutung, ob nun 2.0 oder 3.0 USB, da das Recording in Echtzeit erfolgt, wozu USB 2.0 völlig ausreicht.
Bei älteren Fernsehern mit USB-Eingang kann es sein, dass die Aufnahmefunktion über die USB-Schnittstelle nicht freigeschaltet ist. Da lohnt sich ein Blick in die Bedienungsanleitung oder in einschlägige Foren im Internet. Meist findet sich ein Weg, um das USB-Recording auch dort zu ermöglichen. 
Am Fernseher selbst können sogar mehrere USB-Buchsen vorhanden sein, wovon jedoch nur eine für das USB-Recording vorgesehen ist. Diese trägt Bezeichnungen wie: REC, HDD oder PVR.

 

Welcher USB-Stick oder welche Festplatte?

Nicht jeder USB-Stick wird vom jeweiligen Fernseher akzeptiert. Das interne Programm des TV-Geräts prüft die Lese- und Schreibgeschwindigkeit des Sticks und lehnt diesen ab, wenn er zu langsam ist. Auf der anderen Seite geben einige Hersteller in der Bedienungsanleitung an, dass nur Festplatten wie HDD oder SSD angeschlossen werden können, der Fernseher in der Realität dann aber doch USB-Sticks akzeptiert. 
Manchmal kann es beim Anschluss von Festplatten zu Problemen mit der Stromversorgung kommen, etwa 2,5 Zoll Festplatten ohne externe Stromversorgung. Hier kann ein USB-Hub mit eigener Stromversorgung zwischengeschaltet werden oder es kommt ein Y-Kabel mit zwei USB-Anschlüssen an einer Seite zum Einsatz. Manche TV-Geräte-Hersteller schreiben auch die Mindestgröße des Speichers vor, etwa Festplatten mit mindestens 160 Gigabyte. Geeignete USB Sticks findet man beispielweise bei Tobra-Promotion.

Die Wermutstropfen beim USB-Recording bestehen darin, das nicht alles aufgezeichnet werden kann und das die aufgezeichneten Filme nur am jeweiligen Fernseher wieder anzusehen sind. Sendungen aus dem Bezahlfernsehen lassen sich aufgrund derer Verschlüsslungstechnik nicht aufnehmen. Auch das Umschalten während des Aufzeichnens geht nur, wenn der Fernseher einen Twin-Tuner besitzt. 
Immerhin bietet aktuell ein Hersteller, Technisat, mit dem TechniPlus 42 ISIO ein TV-Gerät, das Aufnahmen mittels USB-Recording erlaubt, die später auch am PC bearbeitet werden können.

Aber selbst ohne Freigabe für andere Endgeräte wie Laptops oder PCs ist das USB-Recording die momentan cleverste und einfachste Art und Weise, interessante TV-Sendungen nicht mehr zu verpassen.

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