Dienstag, 30. August 2016 um 9:00 Uhr

Der MAGIX Music Maker 2017 im Test

“Mehr Sounds. Mehr Möglichkeiten.” – so lautet der Slogan der 2017er Version des Music Maker der Berliner Software-Firma MAGIX. Ob dem gerecht wird, haben wir für dich in diesem Testbericht zusammengefasst und erläutern dir hier, welche Features, Pro und Contras das neue Programm bietet.

 

Heutzutage ist es bereits mit geringem finanziellen Aufwand möglich, mit Software wie dem MAGIX Music Maker 2017 quasi ein kleines Tonstudio zuhause aufzubauen um professionelle Musikproduktionen zu erstellen. Allen voran ist selbstverständlich eine leistungsfähige Hardware für das Aufnehmen die wichtigste Voraussetzung. Für’s Bearbeiten und Mischen des Rohmaterials ist eine Profi-Software, die aber auch für Anfänger gut geeignet ist, notwendig – und genau da kommt der MAGIX Music Maker 2017 ins Spiel.

 

 

Aufgeräumt und übersichtlich.

Beim Start des Programms wird einem erfahrenen Nutzer des MAGIX Music Maker gleich der neue Media Pool ins Auge stechen. Der gesamte Arbeitsbereich wirkt aufgeräumt und übersichtlich, sodass sämtliche Elemente und Features sehr leicht bedienbar sind. Ein weiterer Vorteil ist, die Software über mehrere Monitore zu erweitern, wodurch ein noch übersichtlicheres und angenehmeres Produzieren ermöglicht wird.
Abgelegt werden die verschiedenen Loops ganz einfach via Drag & Drop direkt in den Sequenzerbereich und können separat bearbeitet und auch kombiniert werden.

 

 

Wo ich gerade beim Thema Loops bin, gehe ich gleich auf den Slogan “Mehr Sounds” ein, der auf dem Cover des Programms erstrahlt. Tatsächlich bringt der MAGIX Music Maker 2017 insgesamt 6.000 Loops mit. Man findet die einzelnen Loops in sieben verschiedenen Tonlagen vor (C-Dur, D-Moll, E-Moll, F-Dur, G-Dur, A-Moll und B-Dur), daher klingt die Menge recht viel.
Weiters im Paket findet man zwölf Song Construction Sets von unterschiedlichen Musikrichtungen wie Pop, Techno, Jazz, Latin und so weiter. Ist einem die Auswahl dennoch zu gering, kann man sich direkt im Online-Medienmarktplatz Catooh nach einer schnellen Registrierung neue Sets kostengünstig dazukaufen. Nebenbei sei erwähnt, dass man dort auch eigene Loops verkaufen kann.

 


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Effektvolle Musikproduktion!

Um die Arbeit an der Musikproduktion so einfach und simpel wie möglich zu gestalten, verzichtete der Entwickler auf jeden Schnick-Schnack und auf unnötige, übertriebene Effekte. Bei den wichtigen Features wie Kompressor Effekte, Hall oder Echo und viele mehr wurden auf innovative und einfache Bedienung großen Wert gesetzt. Das Alles macht den Produktionsprozess schneller und man hat auch mehr Spaß daran.

Weiters hat der Nutzer die Möglichkeit, auf verschiedenste Presets von Effektketten zuzugreifen und deren Parameter separat anzupassen. Alles klingt überzeugend echt und zudem bietet der MAGIX Music Maker 2017 auch noch Surround, was die Musikbearbeitung mit entsprechenden Soundanlagen noch lustiger und interessanter macht.
Außerdem kann man auch externe VST-Plugins von anderen Herstellern integrieren, was ebenfalls problemlos klappt.

 

Welche Instrumente sind vorhanden?

Ich möchte dir hier nun ein paar der virtuellen Instrumente, die im MAGIX Music Maker 2017 enthalten sind, vorstellen, kurz erklären und meine Meinung dazu abgeben.

Cinematic Soundscapes:
Wer über den Music Maker einzelne Filmszenen oder ein spannendes Intro erstellen möchte, wird mit den Cinematic Soundscapes viel Freude haben, denn hier wurden filmreife Soundcollagen gesammelt und deren Parameter können ebenso wie bei allen Instrumenten angepasst werden. Die Presetgruppen reichen von Bells, Drones über Pads und Winds. Leider wurde die Integration von Bildern und Videos nach dem Update aus dem Programm genommen.

Kirchenorgel (Church Organ):
Auch diese klingt sehr gut und es können ebenfalls Register wie “kleine Kapelle im stillen Wald” bis hin zu “großer Kathedrale” verändert und separat angepasst werden. Stufenlos regulierbar sind auch Reed, Flute, Bassoon, Oboe und Tutti.

Chor:
Hier sind ein Männerchor, Frauenchor sowie ein gemischter Chor zu finden. Diese wurden perfekt gestaltet und es sind die Vokale A, E, I, O, U und ein “Hmmm” auswählbar. Durch das Umschalten zwischen den Vokalen über das rechte Bedienfeld erweckt man den Chor dabei richtig zum Leben.

Konzertflügel (Concert Grand):
Der als Concert Grand im Music Maker 2017 bezeichnete Konzertflügel wirkt etwas zäh und man erhält ungewollte Dynamiksprünge während dem Spielen.
Allerdings ist im Programm auch der VITA Sampler enthalten, der tolle Klavierklänge liefert.

Drums (Schlagzeug):
Hier gibt es die Jazz Drums, Pop Drums und die Drum Engine. Diese drei Schlaginstrumente basieren auf unterschiedlich gesampelte Drumsets, die ziemlich gut klingen und mit denen man auch zufrieden sein kann.
Auch hier sei wieder der VITA Sampler erwähnt, der ebenfalls satte Drumsounds mitbringt.

• Weitere Presets und Instrumente, die coole Sounds liefern sind folgende: Der DN-e1 Synthesizer, der Lead Synthesizer, der Revolta 2 Synthesizer und wie bereits erwähnt der VITA Sampler.

 

FAZIT:

Der MAGIX Music Maker 2017 bietet sich nicht nur für absolute Neulinge in diesem Gebiet an, sondern auch für professionelle Anwender. Hinsichtlich Benutzerkomfort, Übersichtlichkeit und Vielfalt lässt die Software kaum einen Wunsch offen. Egal ob man nun elektronische Beats produzieren oder Pop-Produktionen auf dem aktuellsten Stand machen möchte, die Software bietet ein saftiges Rundum-Paket. Einziges Manko am MAGIX Music Maker 2017 ist das fehlende Feature Bilder und Videos in die Musikproduktion integrieren zu können. So haben es Nutzer schwer, die gerne Filmszenen musikalisch untermalen und ihnen einen gewissen Touch geben möchten. Preis- und Leistungstechnisch überzeugte mich das Programm Voll und Ganz. Wenn dein Interesse nun geweckt wurde, lade dir einfach mal die 30-tägige Testversion auf der Produktwebsite runter.

 

Beitragsbild-Quelle: © magix.com

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