Montag, 11. Januar 2016 um 11:20 Uhr

iPhone 6s Plus im Test: Apple verbessert die alten Stärken

iPhone 6s


Generation Nr. 9 der Smartphones von Apple – nämlich das iPhone 6s Plus – ist bereits einige Monate am deutschsprachigen Markt. Wir haben es unter die Fittiche genommen und ausgiebig getestet. Ob der Eindruck und die Details erneut überraschen konnten, erfährst du im folgenden Review.

 

Die technischen Daten des iPhone 6s und iPhone 6s Plus im Überblick:

iPhone 6s

BezeichnungFunktion
Display4,7-Zoll-Full-HD (1.334 x 750 Pixel, 326 ppi) IPS-Display mit 3D Touch
ProzessorApple A9 1,85 GHz Dual-Core
Arbeitsspeicher (RAM)2 GB LPDDR4
Interner Speicherplatz16/64/128 GB (nicht erweiterbar)
Kamera12 Megapixel mit Laserautofokus, 4K-Video f/2.2-Blende, 5 MP-Frontkamera
Akku2750 mAh
BetriebssystemiOS 9
Abmessungen138,3 x 67,1 x 7,1 Millimeter
Gewicht143 Gramm
Specials3D Touch, Touch ID 2.0, Live Photos

iPhone 6s Plus

BezeichnungFunktion
Display5,5-Zoll-Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel, 401 ppi) IPS-Display mit 3D Touch
ProzessorApple A9 1,85 GHz Dual-Core
Arbeitsspeicher (RAM)2 GB LPDDR4
Interner Speicherplatz16/64/128 GB (nicht erweiterbar)
Kamera12 Megapixel mit Laserautofokus, OIS, 4K-Video f/2.2-Blende, 5 MP-Frontkamera
Akku2750 mAh
BetriebssystemiOS 9
Abmessungen158,2 x 77,9 x 7,3 Millimeter
Gewicht192 Gramm
Specials3D Touch, Touch ID 2.0, Live Photos

 


Neue Kamera + bessere Auflösung + neue Funktionen

Bisher war man bei den Smartphones von Apple die iSight Kamera mit 8 Megapixel Auflösung gewohnt. Diese wurde mit dem iPhone 4s bereits erhöht und jetzt legt der Entwickler mit 12 Megapixel für das 6s Plus noch einen drauf. Somit schießt der Benutzer detailreichere Fotos mit mehr Bildinformationen und einem größeren Spielraum für den Digitalzoom.
Die Blendenzahl der Kamera liegt weiterhin – wie schon beim Vorgänger – bei ƒ2.2, doch sie erzielt besonders bei schlechten Lichtquellen in der Foto- sowie Videofunktion bessere Ergebnisse. Die Farben sind satter und realistischer, was sich mit der erhöhten Auflösung von +4 Megapixel im Vergleich zum 4s schön kombiniert. Selbstverständlich bietet das Gerät auch wieder die Panorama-Funktion, bei der nun dank des größeren iSight-Sensors bis zu 63 Megapixel möglich sind.

In Sachen 4K-Videoaufnahme hält das iPhone 6s Plus bestens mit den Konkurrenten mit. Abgesehen vom elektronischen Bildstabilisator für verwackelfreie Aufnahmen (funktioniert allerdings im Full-HD-Modus besser als im 4K-Modus) und einer flüssigen Bildrate von 30 fps (Bilder pro Sekunde / frames per second), bietet das 6s Plus einen sehr schnellen Autofokus, womit das Smartphone tolle Aunfnahmen und wichtige Details blitzschnell automatisch scharfzieht. Übrigens: 4K ist die vierfache Full-HD-Auflösung und bedeutet in Zahlen 3840 x 2160 Pixel. Die 4K-Funktion muss wie bereits bei den Vorgängern separat aktiviert werden und benötigen selbsterklärend mehr Speicherplatz am Gerät als Full-HD-Videos mit 1080p. Während der Videoaufnahme kann der Benutzer jetzt sogar Fotos mit 8 Megapixel Auflösung im 16:9-Seitenverhältnis knipsen.

Ein ebenso nettes Feature stellt das Live Photo dar. Hierbei handelt es sich um ein normales Foto in voller Auflösung, doch die Kamera des 6s Plus nimmt eineinhalb Sekunden vor und nach dem Foto ein Video auf. Somit fängt man diesen Moment mit Bild und Ton ein. Dieses Live Photo kann auf anderen iPhones mit 3D Touch, iPads, Macs und der Apple Smartwatch angesehen werden und entspricht einer Dateigröße von etwa zwei normalen Fotos mit 12 Megapixel Auflösung. Voraussetzung für die Wiedergabe des Live Photo ist die aktuellste Version des jeweiligen Betriebssystems – im Fall des iPhone 6s Plus ist es iOS 9.


Design: Überall legte Apple Hand an

Blickt man auf das Design des neuen iPhones kommt einem auf den ersten Blick nichts anders vor als man es schon von den Vorgängern gewohnt war. Dennoch veränderte der Hersteller einige nenneswerte Details. Das Gehäuse besteht diesmal aus einer speziellen Alu-Legierung – der sogenannten 7000er-Serie, die aus einer von Apple entwickelten Mischung aus Aluminium und Zink besteht, die auch bei der Apple Smartwatch Sport verwendet wird. Die Vorteile der neuen Legierung sind, dass das Gerät widerstandsfähiger, robuster und verwindungssteifer ist als beispielweise das iPhone 4s. Doch das neue Material bringt nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile mitsich: Die Gewichtszunahme beträgt 11 Prozent im Vergleich zum Vorgänger. Das 6s wiegt 143 Gramm und das 6s Plus bringt 192 Gramm auf die Waage. iPhone-Kenner bemerken den kleinen Gewichtsunterschied sofort.

3D-Touch-Display:
Der Unterschied zwischen der Multi-Touch-Funktion, die Apple 2007 entwickelte und damit den Markt revolutionierte und der neuen 3D-Touch-Funktion ist simpel erklärt. Früher war es egal wie fest man auf einen Button, Link oder ähnliches gedrückt hat, ein Fingertipp hatte immer die selbe Auswirkung. Nun wurde dies in eine dritte Dimension erweitert, womit durch festeres Andrücken neue Funktionen möglich sind und die Bedienung von iOS 9 für den Benutzer um ein Vielfaches bequemer wird. Egal auf welcher Position am Display und wie fest gedrückt wird, das Smartphone erkennt es sofort – und zwar stufenlos.

“Peek” und “Pop”:
Vom herkömmlichen Multi-Touch-Display kannten wir die Bewegungen “Pinch” zum Zoomen und “Swipe” zum Streichen. Beim 3D-Touch-Display gibt’s jetzt auch “Peek” und “Pop”. Man drückt mit mittelfester Stärke beispielsweise auf einen Link, wird ein Vorschaufenster des Inhalts angezeigt. Aber nur so lange, bis man den Finger vom Display wieder löst. Das Gleiche funktioniert auch bei E-Mails, Datum, Adressen, Apps und anderen Anwendungen mit Inhalten. Je nach App gibt es zusätzlich beim Schieben des Vorschaufensters nach rechts, links, oben oder unten unterschiedliche Funktionen, die ausgeführt werden. So z. B. bei einer empfangenen E-Mail: Schiebt man das Vorschaufenster nach links, löscht man die E-Mail, nach oben antworten/weiterleiten/markieren, nach rechts wird die Mail als gelesen/ungelesen markiert und so weiter. Welche Aktion an welcher Position ausgeführt wird, zeigen Icons und Pfeile dem Benutzer genau an.

Beim “Pop” handelt es sich lediglich ums Öffnen einer Anwendung oder ähnlichem. Drückt man beispielsweise fest auf die E-Mail-App, öffnet sich diese im regulären Vollbild-Modus.
Gewöhnunsbedürftig ist der neue 3D-Touchscreen allemal. Es dauert einige Stunden bis man die zahlreichen Funktionen ausprobiert und gelernt hat. Wenn es dann klappt, macht die Navigation mit der 3D-Touch-Funktion jede Menge Spaß. Dieses Feature funktioniert momentan bei folgenden iOS 9 Anwendungen: E-Mail, Nachrichten, Kamera, Karten, Kalender, Fotos, Safari, Wetter, Musik, Video, Notizen, iBooks und “Meine Freunde”.

Das Wechseln zwischen zwei geöffneten Apps ist nun auch etwas gewöhnungsbedürftig. Bei den Konkurrenten mit Android als Betriebssystem gibt es rechts unten den Switch-Button, mit dem man zwischen den Apps springen kann. Beim iPhone 6s Plus wird hier wieder der 3D-Touchscreen eingesetzt: Man streicht mit mittelfestem Druck vom linken Rand in die Mitte und drückt den Finger dabei immer fester an den Screen – nun kann man zwischen den geöffneten Apps switchen.


iOS 9: Endlich ein Zurück-Button und weitere neue Features

Was viele iPhone-Liebhaber vermisst haben, wurde jetzt endlich in iOS 9 nachgerüstet – der Zurück-Button. Klickt man beispielsweise in einer E-Mail auf einen Link, öffnet sich dieser natürlich in einem separeten Tab. Möchte man wieder zurück zur Mail, wird links oben statt der Signalstärke der Text “Zurück zu Mail” (bzw. der jeweilige Name der App) angezeigt. Die zweite Methode wäre das Switchen zur vorherigen App mittels der 3D-Touch-Funktion. Allerdings geht’s über den Zurück-Button wesentlich leichter und schneller von der Hand.

Im Grunde bleibt die neunte Version von iOS gleich, doch Apple hat auf bestehende Funktionen neuen Wert gelegt und einiges verbessert. So z. B. bei der Karten-App, in der jetzt für ausgewählte Städte der Nahverkehr für U-Bahn, Zug, Bus und Fähre integriert sind.
In der Notizen-App können jetzt Fotos, Videos, Skizzen und Checklisten verwendet werden und auch der sprachgesteuerte Assistent Siri wurde aufpoliert, denn man kann nun Fotos anhand von Aufnahmedatum, Aufnahmeort oder Albumnamen finden lassen.
Selbstverständlich ist auch die iCloud-Drive-App wieder mit an Bord; streicht man am Homescreen nach links, werden relevante Infos, Apps und News zur jeweiligen Tageszeit und zum jeweiligen Ort durch einen neuen proaktiven Assistenten angezeigt.

Bisher hatten Benutzer auch kleine aber ärgerliche Probleme mit der Verbindung zum WLAN-Netzwerk. Das iPhone krallte sich regelrecht an jede WLAN-Verbindung die in der Umgebung zu finden war, egal ob gute oder schlechte Signalstärke. Den Preis bezahlte man dann beim Surfen im Web, wenn die Seite wegen der miserablen Verbindung nicht lud. Der neue WLAN-Assistent des iPhone 6s Plus filtert gute und schlechte Verbindungen. Sollte das Signal des Netzwerks zu schwach sein, weicht das Gerät auf die Mobilfunkverbindung aus – so lange, bis die Signalstärke des WLANs in Ordnung ist. Logische Schlussfolgerung: Man sollte den mobilen Datenverbrauch wegen dem WLAN-Assistenten genau im Auge behalten.


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BEWERTUNG:


Bildquellen: apple.com / macworld.co.uk


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