Dienstag, 12. März 2019 um 11:41 Uhr

Computer-Reparaturen als Dienstleistung – so machen Sie sich nebenberuflich selbstständig

Nicht jeder ist ein Computer-Genie. Wenn der PC streikt, treibt er den Ottonormalverbraucher damit in den Wahnsinn. Tritt ein Virus auf, gehen wichtige Daten verloren, bevor der Nutzer den Ursprung des Fehlers überhaupt erkannt hat. Der rettende Ast ist in diesem Moment der fachkundige Spezialist, der weiß, was zu tun ist. Und wer einmal gute Arbeit gemacht hat, wird weiterempfohlen und kann sich einen größeren Kundenstamm aufbauen. Denn es treten immer wieder Computerfehler auf und dann ist der Experte gefragt. Sie überlegen, sich mit Computer-Reparaturen nebenberuflich selbstständig zu machen? Dann sollten Sie folgende Aspekte unbedingt beachten!

 

Diese Voraussetzung sollten Sie erfüllen

Wichtig ist in erster Linie, dass Sie über das notwendige Know-How verfügen, um hilfesuchende Menschen adäquat zu beraten. Kenntnisse in folgenden Themenfeldern sind daher nicht nur erwünscht, sondern zwingend erforderlich:

• Hard- und Software
• PC-Reparatur
• Viren
• Programme
• etc.

PC-Probleme treten immer auf. Für manch einen ist es ein Dilemma, ein neues System zu installieren. Ein anderer will seinen Computer aufrüsten, weiß aber nicht, was dafür notwendig ist. In solchen Situationen vertrauen Kunden keinem sogenannten Experten, der keinerlei Referenzen vorweisen kann. Es ist somit unabdingbar, dass Sie auch über Praxiserfahrung verfügen und in dem Bereich bereits beruflich tätig waren. Dies fördert das Vertrauen und sorgt für die Expertise, die Kunden sich wünschen.

 

Genehmigungen nicht vergessen

Wenn Sie sich nebenberuflich selbstständig machen wollen, müssen Sie Ihrem Arbeitgeber Bescheid sagen, sofern Sie hauptberuflich ebenfalls tätig sind. Sie können den Schritt in die Selbstständigkeit nicht einfach wagen, ohne Ihren Chef zu informieren. Tun Sie dies doch, geben Sie ihm einen triftigen Kündigungsgrund.

Sie müssen außerdem Ihre Selbstständigkeit anmelden – egal, ob Sie als Unternehmer oder Freiberufler tätig sind. Nähere Informationen diesbezüglich erhalten Sie in diesem Artikel von fuer-gruender.de. Es ist wichtig, dass Sie nicht nur Ihren Arbeitgeber, sondern ebenfalls unter anderem die Krankenversicherung informieren. Die Beiträge werden anschließend entsprechend angepasst, da sich Ihr Verdienst im Idealfall erhöht. Achten Sie unbedingt darauf, ob Sie für Ihre Selbstständigkeit Genehmigungen benötigen. Das klingt zunächst nach vielen Besuchen auf diversen Ämtern. Da passiert es schnell, dass Sie vielleicht den Überblick verlieren. Für einen guten Start in die Selbstständigkeit sollten Sie daher unbedingt einen Businessplan aufstellen (entsprechende Vorlage hier gesehen). Durch ihn befassen Sie sich nicht nur intensiver mit der eigenen Idee. Sie setzen sich inhaltlich auch mit allen Voraussetzungen auseinander, die für den Beruf notwendig sind. Dadurch reduzieren Sie Möglichkeit, wichtige Anmeldungen oder Basics zu vergessen.

 

Von Steuern und Weiterbildungen

Die normale Steuererklärung kennen Sie natürlich. Ihre Selbstständigkeit müssen Sie ebenfalls steuerlich geltend machen und die Einkommenssteuer zahlen. In der Anfangsphase werden Ihre Einkünfte wahrscheinlich relativ gering ausfallen. Dann können Sie die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen und müssen keine Umsatzsteuer abführen. Sofern Sie als Freiberufler tätig sind, fällt die Gewerbesteuer ebenfalls weg. Dieses Thema ist jedoch recht problematisch. In der Theorie ist zwar geklärt, wann es sich um Freiberuflichkeit und wann um ein Gewerbe handelt, doch die Grenzen sind teilweise fließend. Letztendlich gibt es verschiedene Definitionen, zum Beispiel von der IHK, dem Finanzamt oder in der Gewerbeordnung. Ein Besuch bei einem Rechtsanwalt oder einer Gründerhilfe kann Ihnen dabei helfen, sich über die Einstufungen zu informieren. Dann wissen Sie auch, was steuertechnisch und buchhalterisch auf Sie zukommen wird. Wichtige Details zu diesem Thema können Sie übrigens in diesem Buchhaltungsratgeber nachlesen.

 

Verdienst und Arbeitszeiten

Denken Sie daran, dass Sie in der Regel nicht mehr als 50 Stunden pro Woche beruflich tätig sein sollen. Bei Selbstständigen kommt es oft vor, dass sie die Vorgabe überschreiten. Wenn Sie jedoch einen Haupt- und einen Nebenjob haben, müssen Sie sich sowohl an die gesetzlichen Vorgaben als auch an die Ihres Arbeitgebers halten. Sofern Ihre nebenberufliche Selbstständigkeit Ihren Hauptjob beeinträchtigt, kann das Unternehmen Ihnen die Selbstständigkeit verbieten.

Wichtig ist ebenfalls, dass Sie in Ihrem Nebenjob nicht mehr verdienen als bei Ihrer Haupttätigkeiten. Sonst erwecken Sie schnell den Eindruck, dass es sich doch um eine Vollzeit-Selbstständigkeit handelt. Gleichzeitig gilt aber auch, dass Sie sich nicht unter Wert verkaufen sollten. Es ist kein Problem, in der Anfangszeit günstigere Preise zu nehmen und diese später zu erhöhen, sobald Sie einen größeren Kundenstamm haben.

 

Beitragsbild-Quelle: © nhungboon/shutterstock

SAG DEINE MEINUNG!

  Abonnieren  
Benachrichtigung bei