Freitag, 30. November 2018 um 6:04 Uhr

Alles übers Darknet – wie es funktioniert und die besten Seiten

Neben dem Clear Web – dem Internet – das wir alle kennen und Großteils jeden Tag nutzen, gibt es auch noch das Darknet. Viele haben davon sicher schon gehört oder gelesen. Für alle die es nicht kennen oder für diejenigen die sich damit näher beschäftigen wollen, ist der folgende Artikel bestens geeignet. Wir erklären dir hier was das Darknet genau ist, wie es arbeitet, wie man einsteigen kann und natürlich was die interessantesten und besten Seiten sind.

 

Was ist der Unterschied zum Clear Web? Und ist das Darknet strafbar?

Man hört immer wieder das verbrecherische Aktivitäten im Darknet stattfinden und illegale Dinge angeboten werden. Das mag stimmen, doch generell ist der Zugang zum Darknet nicht strafbar. Jeder kann also beispielsweise sogenannte Onion-Seiten aufrufen (dazu später mehr) bzw. in dieses Netzwerk einsteigen ohne sich damit strafbar zu machen.

Der allgemeine und grobe Unterschied zum Clear Web – also zum „normalen“ Internet – ist einfach der, dass der Einsteig etwas komplizierter funktioniert und nicht so benutzerfreundlich wie gewohnt aufgebaut ist. Im weiteren Verlauf des Artikels erklären wir dir noch, wie das ganze im Hintergrund funktioniert und wie du überhaupt ins Darknet rein kommst.

 

Wie funktioniert das „dunkle Netz“?

Der Zugang zum herkömmlichen Internet findet über den jeweiligen Internet-Provider statt. Beim Darknet funktioniert das ganze ein wenig anders: Hier wird der Zugang über eine bestimmte Zahl von anderen Rechnern geleitet. Das nennt man auch Peer-to-Peer-Overlay-Netzwerk. Dadurch wird die Herkunft der Anfrage verschleiert.

Ein Beispiel: Du besuchst eine bestimmte Seite im Darknet. Deine Anfrage auf diese Seite wird verschlüsselt (über kryptographische Schlüssel) an einen anderen Rechner im Netzwerk weitergeleitet (meist in einem anderen Land), dieser leitet deine Anfrage wieder verschlüsselt weiter an einen anderen Rechner und so weiter. Dem Empfänger ist dann zwar klar, woher die Anfrage bzw. das Datenpaket zuletzt kam, aber nicht, woher es ursprünglich stammt. Somit ist deine Anfrage komplett anonym und nicht nachverfolgbar. Der endgültige Empfänger entschlüsselt deine Anfrage und schickt die Antwort auf demselben Weg zurück, auf dem sie gekommen ist. Dadurch kommt es klarerweise meistens zu längeren Ladezeiten als im Clear Web.

Das Darknet entstand ungefähr im Jahr 2000. Zumindest entstand damals der Code für das TOR-Netz („The Onion Router“). Hauptsächlich wurde dieses Projekt vom US-Militär gefördert, um eben verschlüsselte Daten zu versenden und die eigene Kommunikation im Ausland zu verschleiern.
In der heutigen Zeit zählt das TOR-Netz in etwa um die 2 Millionen Nutzer täglich (Stand April 2017).

 

Wie steige ich ein? Was brauche ich dazu?

Im Prinzip läuft der Einstieg ins Darknet relativ simpel ab. Du benötigst selbstverständlich einen Computer mit Internetanschluss, den sogenannten TOR-Browser und eine Adresse im Darknet (Onion-Adresse genannt). Den TOR-Browser kannst du ganz einfach im Internet legal downloaden. Dieser kann wie jeder andere Browser verwendet werden (wie beispielsweise Firefox oder Google Chrome). Dieser Browser arbeitet eben ein wenig anders (wie oben bereits erklärt).

Grundsätzlich sind Darknet-Seiten nicht so einfach per Suchmaschine wie gewohnt auffindbar. Daher haben wir dir eine kleine Liste von Onion-Adressen bzw. von Hidden Services zusammengestellt um deine Suche ein wenig zu erleichtern. Bekannte Darknet-Suchmaschinen sind Torch, Ahmia, Hidden Wiki und DuckDuckGo. Es ist also gar nicht so einfach explizit nach kriminellen Inhalten zu suchen.

 

Die „schwarze Liste“…

Eine Auflistung der 30 besten Onion-Websites liefert die Seite DeepWebsitesLinks.com. Auch bei DarkWebNews.com erhält man Einblick in verschiedenste Seiten aus dem Darknet – alles übersichtlich in Kategorien unterteilt. Sehr bekannt und oft besucht ist auch TheHiddenWiki.org.

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